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Islandpferde im Winter: Wissen, Tipps & Zubehör

3 Islandpferde im Schnee

Auf der Insel zwischen Feuer und Eis leben Isländer nach wie vor ganzjährig im Freien: Ihr dichtes Winterfell schützt sie vor Wind und Wetter wie ein Overall. So bleiben sie auch bei Minustemperaturen gesund und munter – dabei ist ihre Ernährung nicht gerade reichhaltig.

Im Winter scharren sie das karge Gras zwischen dem Vulkangestein aus dem Schnee und fressen Moose und Flechten. Wenn das Futter besonders knapp wird, wandern sie an die Küste. Unsere Isländer sind die einzigen Pferde der Welt, die bei schlechten Futterbedingungen sogar Fisch fressen. 

Brauchen Isländer im Winter eine Decke?

Das Klima im deutschen Winter ist für unsere Isländer gar keine so große Umstellung wie die meisten Islandpferde Fans glauben. Auf der Vulkaninsel wird es in den Niederungen auch nicht kälter als -10 °C. Nur auf den Bergen ist die Kälte bei Wind und Schneefall deutlich unangenehmer.

Aber Islandpferde, die in ihrer Heimat frei durch die Natur streifen, wissen genau, wo sie bei Schlechtwetter Windschutz oder einen natürlichen Unterstand finden. Außerdem haben sie dieses wuschelige Fell, dessen Grannenhaare bei Feuchtigkeit zusammenkleben und kleine dreieckige „Dachziegel“ bilden – daran läuft Regen und Tauwasser einfach ab.

Bei uns in Deutschland stehen Isländer – anders als die meisten anderen Pferde – zumeist ganzjährig im Offenstall. Pferde in Offenstallhaltung passen sich den Klimareizen an. Normalerweise musst du dein Islandpferd im Winter also nicht eindecken. Es gibt aber Ausnahmen: so solltest du also dein Islandpferd z.B. nach dem Training, wenn es stark geschwitzt hat, mit einer Abschwitzdecke eindecken. Ebenso sollte man ältere Pferde, deren Fähigkeit zur Thermoregulation nicht mehr in vollem Umfang gegeben ist, eindecken. Sie frieren leichter.

Falls du dich entschieden hast, dein Islandpferd zu scheren, braucht es ganz selbstverständlich eine Winterdecke, um seinen natürlichen Witterungsschutz zu ersetzen. Isländer frieren genauso wie andere Rassen, wenn sie kein dickes Winterfell haben. Übrigens: Es ist ein Mythos, dass das Eindecken einen Einfluss auf den Fellwechsel der Pferde hat. Der findet eher im Zusammenhang mit dem jeweils vorhandenen Tageslicht statt.

Welches Futter brauchen Islandpferde bei kaltem Wetter?

Trockene Kälte macht Pferden viel weniger aus als uns Menschen: Wenn sie im Offenstall gehalten werden, haben sie ja permanent einen dicken Pelzmantel an. Aber nasskaltes, windiges Wetter kann auch Islandpferden zu schaffen machen. Spätestens wenn Mähne und Fell durchnässt sind, sollten ältere und schwache Pferde eingedeckt werden und als „erste Hilfe“ an einem geschützten Platz etwas Kraftfutter bekommen.

Normalerweise reicht ihnen ja ihr Unterstand als Witterungsschutz. Aber schwächere Pferde können bei Rangauseinandersetzungen eventuell „vor die Tür gesetzt werden“ und trauen sich dann nicht mehr in den Offenstall zurück. Das ist kein Grund zur Panik: Isländer kommen auch für eine Weile mit Schneeregen etc. zurecht. Ihr Wohlfühlbereich liegt im Winter zwischen 5 und -15 °C.

Solange dein Islandpferd einen ausgewogenen Mineralstoffhaushalt hat und ein reguläres Winterfell aufbauen konnte, hält es auch eine oder zwei Stunden ungeschützt im Freien aus. Allerdings solltest du euer Stallmanagement überdenken, wenn dein Isländer öfters aus dem Unterstand verjagt wird. Es geht bei so einem Rauswurf schließlich nicht nur um die körperliche, sondern auch um die psychische Belastung.

Um sicher zu gehen, dass dein Isländer optimal mit allen notwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt ist, kannst du ihm einen Mineralleckstein anbieten oder Mineralfutter zufüttern. Gerade Islandpferde haben einen hohen Mineralstoffbedarf, der durch das eiweißreiche Futter der deutschen Weiden nur unzureichend abgedeckt wird.

Unsere Tipps für Islandpferde Winterzubehör:

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